Weblog von Anette Herrmann
Anette Herrmann – Sängerin
Hallo Freunde,
ich wurde 1970 in Celle geboren. Meinen Eltern war zunächst nicht ganz klar, ob ich Komikerin oder Sängerin werden würde, wenn ich singend den ganzen Bus zu uns nach Hause einlud. Meine Sandkastenfreundin Katja und ich bekamen im Alter von 4 nach einem Film mit Fred Astaire und Ginger Rogers das Tanzfieber und durften zum Balett. Aber irgendwann war ich mit einer Größe von 1,81 m eindeutig zu groß für's Tütü. Dafür erhörten Gott und meine Eltern endlich meine Bitte nach einem Klavier. Ich begann autodidaktisch und durfte nach einem Jahr an die staatliche Musikschule in Celle zum Unterricht, um ausgiebig Chopin, Reger und den anderen Komponisten zu frönen. Da trat schon wieder ein Film prägend in mein Leben: Orpheu Negro. Eins war seitdem klar: mein weiteres Leben war – wie das vieler Anderer – von einer unbeschreiblichen Sehnsucht nach brasilianischer Musik und dem Land geprägt. Und trotzdem machte ich viele schöne Umwege: Eine klassische Gesangsausbildung Celle/Hannover, solistische Auftritte, viele verschiedene Kirchenchöre, Kammerchöre und Musikensembles, einen einjährigen Ausflug nach England mit English/Irish Folk in der Band "Monkeydoyles", wieder zurück in Hamburg Mittelaltermusik bei "Nolens Volens" und "Maienzit", dann freie Musik "Sogwirkungen" (mit Staubsauger und Stimme, Ken Norris weiss, wie das klingt!) "Freitagsmusik" u.a., schließlich packte mich der Jazz, dann der Bossa Nova, dann der Samba, Salsa, Rock, Pop...und ich lernte Portugiesisch – endlich. War auch ganz hilfreich in Brasilien. Sicher ist dem Publikum dort mein Akzent aufgefallen, aber das haben sie sich nicht anmerken lassen.
Die letzten Jahre: Ich bekam Impro-Unterricht bei Beate Kynast, Percussion bei Cesar Ferreira und fand den Soul bei Love Newkirk. Thank U, Love!! Ja, das Lernen hört nie auf.
Letzte Bands: "Brazil Soul Samba", "Joe's Jazz Service", "Tout Sweet", "Latin Bubble", "Trees of Green" und natürlich "Herrmann & Gomes".
